Wer liebt ihn nicht den Frühling? Nach kalten Wintermonaten wärmt uns die Frühlingssonne.

Von:Zina
Team NAYU

Der Frühling steht vor der Tür, die ersten bunten Blumen schmücken die grünen Wiesen, Vögel zwitschern um dich herum und die Tage werden endlich wieder länger. Wer liebt ihn nicht, den Frühling? So lange haben wir uns nach den warmen Sonnenstrahlen auf der Haut gesehnt und jetzt sind sie da. Heute geben wir dir ein paar Tipps, wie du deinen Körper sanft und reinigend auf den Frühling vorbereiten kannst und dein körperliches Wohlbefinden verbessern kannst.

Wie sollte deine Ernährung im Frühling aussehen?

Ayurveda gibt dir einfache Antworten darauf: Im Frühling ist das Kapha Dosha in der Natur dominant, d.h. die Elemente Wasser und Erde herrschen im Frühling. Wenn Wasser und Erde aufeinandertreffen führt dies zu Schwere und Nässe. Vielleicht spürst du diese Schwere auch in deinem Körper in Form von Frühjahrsmüdigkeit und Erschöpfung. Vielleicht hat sich über die kalte Jahreszeit auch Kapha in deinem Körper angesammelt. Die süße und reichhaltige Ernährung im Winter kann ein Grund für ein erhöhtes Kapha sein. Die guten Nachrichten, mit gezielter gesunder Ernährung und Bewegung kannst du ideal gegen das erhöhte Kapha vorgehen. Je mehr wir uns dann Richtung Sommer nähren, desto mehr verflüssigt sich das Kapha und das Pitta Dosha nimmt zu.

Scharf, warm, trocken, bitter und etwas zusammenziehend

Eine leichte, bekömmliche und entgiftende Ernährung hilft dir jetzt, das überschüssige Kapha in deinem Körper loszuwerden. Denn genau dieses angesammelte Kapha führt zu Erkältungen, Verschleimungen und Müdigkeit. Nicht umsonst hat sich der Frühling in der gesamten Welt als Fasten-Saison etabliert. Eine radikale Fastenkur muss aber gar nicht sein, es gibt ein paar einfache und effektive Tipps für zu Hause, um wieder in deine körperliche Balance zurückzufinden.

6 Ernährungstipps für den Frühling

1. Bitterstoffe

Bitterstoffe regen die Leber an und sorgen somit für einen guten Stoffwechsel. Bitterstoffe fördern vor allem aber eine gesunde Darmtätigkeit. Die Einnahme von Bitterstoffen macht dein Essen bekömmlicher und leichter verdaulich, genau das brauchst du jetzt in der Kapha Zeit. Zudem sind Bitterstoffe für deinen Säuren-Basen-Haushalt ideal, sie beugen einer Übersäuerung vor, indem sie die überschüssige Säure in deinem Körper binden.

In der langen und kalten Winterzeit hast du dich wahrscheinlich vermehrt mit erdender, süßer und reichhaltiger Nahrung versorgt, dazu zählen auch alle Gemüsesorten, die unter der Erde wachsen wir z.B. Karotten, Rote Beete, Kohlsorten und Rüben. Alles was die Natur im Winter ebenso hergibt. Das war auch genau richtig für die kalte Jahreszeit. Jetzt möchtest du deinen Stoffwechsel hingegen ankurbeln und dafür eignen sich bittere Lebensmittel, insbesondere die bitteren Gemüsesorten.

Welche Lebensmittel haben Bitterstoffe? Vorab sei gesagt, unsere „modernen Gemüsesorten“ haben heutzutage nicht mehr allzu viele Bitterstoffe. Durch die Industrialisierung wurden die Bitterstoffe aus unserem Gemüse herausgezüchtet. Fragst du dich warum? Der westliche Gaumen hat sich zu sehr an Geschmacksverstärker, Zucker und Salz gewöhnt. Bitteres Gemüse schmeckt den meisten Menschen einfach nicht mehr, sie präferieren aus Gewohnheit meist Süßes und Mildes. Schauen wir uns in der Natur um, so gibt es jedoch reichlich viele bittere Gemüseorten und Wildkräuter. Rucola, Radicchio, Radieschen, Chicorée, Endivien und Artischocken sind die Gemüsesorten, die jetzt in deinem Speiseplan nicht fehlen dürfen.

Zu den bitteren frischen Kräutern zählt u.a. der frische Löwenzahn, er schmückt ab April die satten grünen Frühlingswiesen. Um den Löwenzahn direkt aus der Natur zu verzehren, solltest du dich allerdings auskennen. Alternativ bieten heutzutage viele Bio-Supermärkte saisonal den frischen Löwenzahn an. Greif ordentlich zu und booste dein Immunsystem. Der Löwenzahn schmeckt in frischen Frühlingssalaten oder grünen Smoothies, hier findest du ein leckeres Rezept für den Löwenzahn Detox Smoothie. Löwenzahn Tee aus der Apotheke dient dir als gut erhältliche Alternative und täglich verzehrt unterstützt er deinen Organismus ebenso beim inneren Frühlingsputz.

2. Leichte und alltagstaugliche Ernährung

Versuche im Frühling eine möglichst leichte Ernährung einzuhalten, hierzu zählen besonders Gemüsesuppen oder gedünstetes Gemüse. Unser Tipp für mehr Gemüse im Alltag: Du kannst dir mit einem kleinen Dünst-Einsatz (oder auch Dampf-Einsatz genannt) dein Gemüse ganz einfach in einem kleinen Topf schonend zubereiten. Der Vorteil beim Dünsten des Gemüses, es ist leichter bekömmlich und es stecken noch viele wertvolle Vitamine im Gemüse. Kochst du das Gemüse einfach so im Wasser, gehen viele Vitamine und Nährstoffe verloren. Ein Dünst-Einsatz aus Metall nimmt keinen Platz weg und du erhältst ihn preisgünstig in großen Supermärkten. Große und teure Küchenmaschinen sind häufig eine Fehlinvestition für das Kochen im Alltag, daher unser Tipp: Der Allrounder Dünst-Einsatz.

Saisonales Gemüse Bediene dich saisonaler Gemüsesorten, ab April wird dir auf dem Wochenmarkt wieder ein reichhaltiges frisches Gemüseangebot zur Verfügung stehen. Es gibt jungen Spinat, Feldsalat, Rhabarber, Radieschen, Ruccola, Bärlauch und ab Mitte des Monats beginnt die Spargelzeit. Wir können es kaum erwarten wieder buntes und frisches Gemüse auf dem Teller zu haben. Frische Blattsalate solltest du in der Mittagszeit zu dir nehmen und warmes Gemüse am Abend. Wenn du deine frischen Blattsalate am Abend essen möchtest, empfehlen wir dir den Salat einfach kurz in einer Pfanne zu erwärmen. Klingt erstmal komisch, schmeckt aber sehr gut und es hilft deiner Verdauung am Abend. Als Alternative bieten sich am Abend auch leichte warme Gemüsesalate an, wie z.B. ein warmer Karottensalat oder Brokkolisalat. Das Rezept für den warmen Brokkoli-Salat findest du hier.

3. Zuckerkonsum einschränken

Die Geschmacksrichtung „süß“ erhöht das Kapha Dosha und sollte daher in der Frühlingszeit reduziert werden. Besonders raffinierter Zucker ist sehr kaphalastig, lässt deinen Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und hat viele leere Kalorien. In den letzten Monaten hat dein Körper von den süßen und erdenden Geschmäckern der Winterzeit profitiert, mit Frühlingsbeginn stellt sich dein Körper um und braucht jetzt primär Frisches, Saisonales und Aktivierendes. Gute Alternativen zum Süßen sind Datteln oder reife Bananen. Allerdings vermehren auch diese Alternativen im Übermaß dein Kapha, daher versuche doch einfach mal ein paar Wochen deinen Zuckerkonsum zu reduzieren. Eine Reduzierung des Zuckerkonsums ist besonders bei einem ausgeprägten Kapha Anteil in der eigenen Konstitution empfehlenswert.

4. Warmes Wasser

Das Trinken von Wasser klingt erstmal banal, doch wird ihm aus ayurvedischer Sicht große Wirkung zugesprochen. Laut Ayurveda verbessert das regelmäßige Trinken von warmem oder heißem Wasser deine Gesundheit, da es das Agni, das Verdauungsfeuer stärkt, deine Nieren spült und Schlacken und Toxine aus deinem Körpergewebe transportiert. Für unseren inneren Frühlingsputz also genau das Richtige. In Kombination mit einer leichten Ernährung und vielen anregenden Bitterstoffen in deiner täglichen Ernährung, kann das Trinken von warmem Wasser einen richtigen Detox Effekt auf deinen Körper haben und dich sanft von innen und außen reinigen.

Hast du vielleicht gerade trockene, müde oder eingefallene Haut kann das an den letzten Wintermonaten liegen. Das Vata Dosha hat unter anderem die Eigenschaften kalt und trocken. In der Vata Jahreszeit kommt es häufig vor, dass deine Haut und Schleimhäute austrocknen. Warmes Wasser hat die entgegengesetzten Qualitäten und gleicht dadurch erhöhtes Vata aus. Viel trinken kann also auch deine Haut zum Strahlen bringen.

5. Anregende Gewürze

Ein weiterer Tipp sind anregende Gewürze für deinen Speiseplan im Frühling. Allgemein reduzieren die Geschmacksrichtung „bitter“ und „scharf“ das Kapha Dosha.

Greife daher zu scharfen und bitteren Gewürzen wie z.B.:

  • Senfkörner
  • Bockshornkleesamen
  • Ingwer
  • Galgant
  • Kreuzkümmel
  • Kurkuma
  • Chili
  • Schwarzer Pfeffer
  • Pippali (indischer langer Pfeffer)

Tipp: Wenn du Hirse, Quinoa oder Buchweizen kochst, so gebe immer ein paar der genannten Gewürze direkt beim Kochen mit dazu. Kochst du zum Beispiel die Hirse in Wasser auf, so kannst du direkt eine Prise Chili und Ingwer dazugeben. Das Getreide nimmt so besonders gut die aromatischen Gewürze auf und du verstärkst die Kapha reduzierende Wirkung. Probiere es doch einfach mal aus.

6. Kapha Gewürzmischung

Eine Kapha Gewürzmischung kannst du dir ganz leicht selber zubereiten, so hast du sie beim Kochen immer zur Hand.

Zutaten: 1 EL schwarze Pfefferkörner 1 EL Kreuzkümmelsamen (ganz) 1 EL Koriandersamen 1 EL Chilipulver oder Chiliflocken 1 EL Galgant (gemahlen) 1 EL frisch geriebenes Muskatnusspulver

Zubereitung: Die Pfefferkörner, Kreuzkümmelsamen und Koriandersamen in einer Pfanne für ca. 5 Minuten rösten. Danach von der heißen Herdplatte nehmen und kurz abkühlen lassen. Anschließend im Mörser fein mahlen oder mit einer elektrischen Kaffeemühle die Gewürze zu Pulver mahlen lassen. Gib jetzt die restlichen Gewürze hinzu (Chili, Galgant und Muskatpulver). Alles gut vermischen und fertig ist deine Gewürzmischung! In ein kleines Glas abfüllen und ab jetzt werden deine Gerichte noch gesünder für den Frühling.

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