Affirmationen - kleine Sätze, mit großer Wirkung. Wie ein einfacher Satz dein Leben positiv beeinflussen kann.

Von:Julia
Contributor

Vermutlich hast du schon öfters von Affirmationen und ihrer positiven Wirkung gehört. Vielleicht hast du dich auch schon mal gefragt, inwiefern ein Satz wie „Ich bin glücklich“ denn jetzt eigentlich dein Leben verändern soll.

Affirmationen können durchaus positive Veränderungen in unserem Leben herbeiführen – wenn sie richtig angewendet werden. Mehr dazu in diesem Artikel.

Was sind Affirmationen?

Affirmationen sind kurze, positiv formulierte Sätze, die unsere Gedanken umprogrammieren sollen. Die Sätze werden regelmäßig wiederholt, sodass wir sie nach und nach immer mehr glauben und verinnerlichen. Dadurch verändern sich mit der Zeit auch unsere Gefühle und unser Verhalten.

Warum funktionieren Affirmationen?

Es gibt verschiedene Theorien und Studien darüber, wie lange es dauert, um sich eine neue Gewohnheit anzueignen. Feststeht aber, dass es ein regelmäßiges Wiederholen benötigt, bis Körper und Geist etwas Neues verinnerlicht haben. Ähnlich ist es bei Affirmationen. Wenn wir sie uns immer und immer vorsagen, werden sie irgendwann unsere Wahrheit (vorausgesetzt wir nutzen die richtigen Affirmationen – dazu später mehr).

Viele Grundsätze, nach denen wir leben, haben sich schon im Kindesalter als sogenannte „Glaubenssätze“ entwickelt. Diese sind üblicherweise stark durch unser damaliges Umfeld und Erfahrungen geprägt und fest in unserem Unterbewusstsein verankert. Ähnliches können wir mit Affirmationen erreichen. Wir schaffen uns ganz bewusst eine neue Realität, in die wir immer wieder eintauchen, sodass unser Unterbewusstsein sich immer mehr in diese neue Realität hineinbegibt. Schritt für Schritt verändern wir also unser Unterbewusstsein und dadurch dann auch unser bewusstes Denken und Handeln. So können wir negative Glaubenssätze durch positive ersetzen.

Beispiele

Affirmationen können jeglichen Lebensbereich betreffen. Egal ob Gesundheit, Selbstliebe, Erfolg oder Job – was auch immer dir gerade wichtig ist, kannst du durch eine Affirmation unterstützen. Damit du eine Idee bekommst, wie so eine Affirmation lauten kann, hier ein paar Beispiele:

  • Ich achte auf meine Gesundheit
  • Ich höre auf meinen Körper und erkenne was mir guttut
  • Ich fühle mich wohl in meinem Körper
  • Ich erlaube mir, mich schön zu finden
  • Ich bin wertvoll
  • Ich habe Vertrauen
  • Ich entscheide über mein Leben
  • Ich lebe in Einklang mit meinen Bedürfnissen
  • Ich erlaube mir, meinen Bedürfnissen Raum zu geben
  • Ich erlaube mir loszulassen
  • Andere Menschen sind mir wohlgesonnen
  • Ich bin umgeben von positiven Menschen
  • Ich kann alles schaffen, was ich will
  • Ich erreiche alle meine Ziele
  • Mein Leben ist reich und erfüllt

Wie du eine Affirmation formulierst, sodass sie NICHT funktioniert

Unglaubwürdigkeit

Die Sätze „Ich bin selbstbewusst“ oder „Ich bin schön“ lösen in dir eher Zweifel aus, als dass sie dir ein gutes Gefühl geben? Dann sind sie nicht die richtigen Affirmationen für dich. Die Formulierung der Affirmation ist nämlich ganz wesentlich, damit die kurzen Sätze auch ihre Wirkung zeigen.

Deine Affirmation muss so formuliert sein, dass sie für dich stimmig ist und du sie auch glauben kannst. Manchmal hilft es dafür, die Aussagen eher indirekt zu umschreiben. Anstatt „Ich bin schön“ könntest du zum Beispiel sagen „Ich erlaube mir, mich schön zu finden“ oder „Ich fühle mich jeden Tag mehr und mehr wohl in meinem Körper“. Wichtig ist, dass du dich dabei ganz von deinem Gefühl leiten lässt. Für jeden Menschen funktioniert etwas anderes, also nimm dir ruhig Zeit, um zu finden was zu dir passt.

Negative Formulierung

Wenn du die Affirmation negativ formulierst, kann es leider auch einen negativen Effekt auf deine Gefühlswelt nach sich ziehen. Anstatt zu sagen „Ich bin nicht hässlich“, formuliere den Satz positiv, also beispielsweise. „Ich bin schön, so wie ich bin“ oder „Ich erlaube mir, mich schön zu finden“.

Um nicht unbewusst an dem festzuhalten, was du nicht willst, stelle dir also die Frage, was du eigentlich willst. Wie möchtest du dich fühlen? Was möchtest du erreichen? Achte genau darauf, welche Gedanken und Gefühle die Affirmation in dir auslöst. Sobald sie zu stark an ein negatives Gefühl oder Erlebnis gekoppelt ist, versuche sie solange umzuformulieren, bis sie eindeutig positiv ist.

Zu viele Affirmationen auf einmal

Bestimmt hast du viele Ziele und Lebensbereiche, die du gerne positiv unterstützen möchtest. Trotzdem solltest du dir nicht zu viele Affirmationen auf einmal überlegen, damit sie auch wirksam sein können. Überlege dir lieber welches Ziel dir gerade am wichtigsten ist, oder welches Problem du zuerst angehen möchtest und überlege dir dann dafür die passende Affirmation und bleib dabei, solange das Ziel oder Problem aktuell ist und du dich mit deiner Affirmation dafür gut fühlst.

Finde deine passende Affirmation

Überlege dir zuallererst, welches Thema du mit deiner Affirmation behandeln möchtest. Vielleicht möchtest du die Erreichung eines Ziels unterstützen, oder ein bestimmtes Problem lösen. Nun kannst du dir natürlich dafür ganz einfach eine direkte Affirmation überlegen, falls das für dich passt. Wenn du also beispielsweise das Ziel hast, gesünder zu leben, könntest du einen Satz wie „Ich lebe gesund“ wählen. Oftmals ist das aber genau einer der Sätze, die dich nicht wirklich überzeugen können und daher nicht funktionieren werden.

Daher versuche zu überlegen, was passieren müsste, oder wie du dich fühlen müsstest, damit du dein Ziel erreichst. Um gesund zu leben müsstest du dich wahrscheinlich gesund ernähren und regelmäßig Sport treiben. Also kannst du versuchen, die Affirmationen eher um diese Schritte zu bauen. Die Affirmation könnte z.B. lauten: „Ich genieße es, mich gesund und gut zu ernähren“ oder „Ich habe immer mehr Spaß daran, mich regelmäßig zu bewegen“.

Nimm dir hier genug Zeit, um die richtige Formulierung für dich zu finden. Wichtig ist nur, dass du sie in der Gegenwart formulierst. Schreib einfach mal ein paar Varianten auf und spür in dich hinein, wie du dich dabei fühlst. Du kannst dir die Sätze auch laut vorsagen und fühlen, ob sie sich für dich stimmig und glaubhaft anhören. Wandle die Affirmation solange ab, bis sie ein positives Gefühl in dir auslöst und du ihr aus vollem Herzen zustimmen kannst. Nur dann kann die Affirmation auch ihre positive Wirkung entfalten.

Wie du deine Affirmation nutzen kannst

Wenn du nun eine passende Affirmation für dich gefunden hast, gibt es einige Möglichkeiten, um sie einzusetzen. Auch hier musst du vielleicht ein wenig ausprobieren, um die beste Art und Weise für dich zu finden. Hier ein paar Ideen:

  • Schreib sie dir täglich auf (gerne auch mehrfach)
  • Sag sie dir in Gedanken vor
  • Sag sie dir laut vor (eventuell sogar vor dem Spiegel)
  • Schreib sie auf Post-its und verteile sie an Plätzen in deiner Wohnung, wo du sie immer wieder siehst
  • Nimm sie auf und hör sie dir immer wieder an

Das Ziel ist auf jeden Fall, dass du dich täglich mit deiner Affirmation beschäftigst und sie dir ganz bewusst in Erinnerung rufst. Grundsätzlich sind deiner Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt.

Die Schwierigkeit besteht meist eher darin, auch über eine längere Zeit dran zu bleiben. Denn Affirmationen können natürlich auch nicht innerhalb weniger Tage Wunder vollbringen, sondern sind erst nachhaltig wirksam, wenn sie über mehrere Wochen angewendet werden (Studien zeigen, dass es zwischen 18 und 254 Tagen dauern kann, um ein neues Verhalten zu etablieren).

Merke dir:

Affirmationen sind eine mächtige Technik, um dein Unterbewusstsein und damit auch deine Gedanken und Handlungen umzuprogrammieren. Allerdings funktionieren die Sätze nur, wenn du dir die Zeit nimmst, einen für dich passenden Satz zu finden. Am wichtigsten ist also, dass die Affirmation für dich stimmig ist, etwas Positives in dir auslöst und du auch Freude daran hast, damit zu arbeiten.

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