Schnelle und alltagstaugliche Gerichte - genauso geht modernes Ayurveda!

Von:Zina
Team NAYU

7 Basics der ayurvedischen Ernährung

In der ayurvedischen Ernährung gibt es eine Vielzahl von Richtlinien und Empfehlungen für eine gesunde und typgerechte Ernährung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du allen Richtlinien und Empfehlungen folgen solltest. Das Ziel der ayurvedischen Ernährung ist vielmehr, sich intuitiv und qualitativ hochwertig zu ernähren, und so in seine Körpermitte zurück zu finden.

Wir möchten dir ayurvedische Ernährung unkompliziert und alltagstauglich näherbringen. Schau dir das große Regelwerk der ayurvedischen Ernährung genau an und sieh es als bunten Blumenstrauß. Je nachdem wie du dich fühlst und was aktuell zu deiner Lebenssituation passt, nimmst du dir hier und da eine Blume heraus und schaust ob sie zu dir passt. Mit der Zeit stellst du dir deine schönste Version des Blumenstraußes zusammen.

1. Warmes Essen & Trinken

Die goldene Regel der ayurvedischen Ernährung besagt, warm zu essen und zu trinken. Kalte Getränke werden in der ayurvedischen Ernährung eher gemieden. Du fragst dich jetzt vielleicht warum sollte ich auf meine kalte Limo verzichten? Die Antwort ist ganz einfach. Alles was du an Nahrung zu dir nimmst, muss dein Körper durch Energie erwärmen. Trinkst du nun etwas Kaltes, so benötigt dein Körper zusätzliche Energie, du schwächst also deine Verdauung.

Ayurveda empfiehlt dir daher, warme Kräutertees oder warmes Wasser über den Tag verteilt zu trinken. In warmen Jahreszeiten kannst du dein Wasser allerdings auf Raumtemperatur trinken.

Tipp: Koch dir morgens Wasser auf und fülle es in eine Thermoskanne. So hast du den ganzen Tag über warmes Wasser zur Verfügung.

2. Das Verdauungsfeuer “Agni” gibt den Ton an

Im Ayurveda spielt die Verdauung, besser gesagt die Verdauungskraft eine zentrale Rolle. Das Wort „Agni“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt Feuer, genauso solltest du dir das Agni auch bildlich vorstellen. Mehr über das Agni findest du hier.

Die ayurvedische Medizin hat einen einfachen Grundsatz: Je besser deine Verdauung funktioniert, desto gesünder bist du. Suchst du einen Einstieg in die ayurvedische Ernährung, dann versuche zuerst rauszufinden, wie dein Agni aktuell funktioniert und im zweiten Schritt es zu stärken. Die gesamten Empfehlungen der ayurvedischen Medizin zielen darauf ab, dein Agni zu stärken.

3. Pausen zwischen den Mahlzeiten

Wir alle lieben Snacks, nach dem Frühstück noch ein süßes Teilchen oder auch am Nachmittag überkommt uns gerne nochmal der kleine Hunger zwischendurch. Wahrscheinlich gehörst du auch zum Team Snacks. Was bei den vielen Snacks jedoch meist vernachlässigt wird, ist deine Verdauung. Sie läuft permanent auf Hochtour und hat keine Pause solange du snackst. Genau diese Pausen braucht deine Verdauung jedoch, um effizient zu arbeiten.

Ist deine Verdauung permanent überlastet, weil du ihr keine Pausen gönnst, so kann dies zu Ama führen. Es gibt im Ayurveda keine strengen Mengenangaben, Kalorienangaben oder Gleichungen, jedoch eine zentrale Message: Gib deinem Körper ausreichend Pausen zwischen den Mahlzeiten. Versuche dich auf 3 oder 4 Hauptmahlzeiten zu fokussieren und sag dem Snacken den Kampf an.

Wenn du ständig Hunger auf Süßes hast, versuche direkt nach den Mahlzeiten etwas Süßes zu integrieren wie z.B. Datteln oder Zartbitterschokolade.

4. Einfluss der Jahreszeiten & Doshas

Jeder Jahreszeit wird im Ayurveda ein Dosha zugeordnet, es herrscht dann in der jeweiligen Jahreszeit und nimmt Einfluss auf deinen Körper und Geist. Im Sommer herrscht z.B. das Pitta Dosha. Das Dosha beeinflusst auch deine Verdauung. Bleiben wir beim Sommer, so ist dein Verdauungsfeuer sehr schwach und du hast wahrscheinlich schon bemerkt, dass dein Hungergefühl bei Hitze geringer ist. Passe also deine Ernährung an die Jahreszeit an und höre auf deinen Körper.

Betrachten wir den Winter; hier herrscht das Vata Dosha. Das kalte Klima bedeutet aus ayurvedischer Sicht eine stärkere Verdauung. Vor allem im Dezember, denn dein Körper benötigt in der sehr kalten Jahreszeit Energie und Stärkung. Deftige Eintöpfe und reichhaltiges Essen werden jetzt besser verdaut.

5. Achtsames Essen

Vielleicht ist es dir auch schon mal passiert, dass du vor lauter Stress dein Mittagessen vor dem Laptop in dich hineinschlingst. Für deine Verdauung ist das ein Mammuts-Job, denn zu dem Essen muss er noch deine Emotionen verdauen, in diesem Fall den Stress. Du tust dir damit wirklich keinen Gefallen. Alle Emotionen und Reize muss dein Körper zusätzlich verarbeiten. Sind diese Reize negativ, so kämpft dein Körper und deine Verdauung pausiert, weil erstmal der Stress verarbeitet werden muss.

Versuche dir beim Essen kleine Momente der Achtsamkeit zu schenken. Auch wenn es nur 20 Minuten sind, versuche die Mahlzeiten in Ruhe und mit positiven Gedanken zu verbringen.

Pro Tipp: Nutze die Mahlzeiten für kleine Offline-Phasen zwischendurch. So hast du zum Essen einen Mini Digital-Detox.

6. Die richtigen Kombinationen von Lebensmitteln

In der ayurvedischen Ernährung gibt es ein paar Lebensmittelkombinationen, die nicht gut verträglich sind wie z.B. Obst mit Milchprodukten. Damit solltest du dich von dem beliebtesten Frühstück der Deutschen, Müsli mit Joghurt, verabschieden. Milch ist in der ayurvedischen Ernährung ein sehr komplexes Nahrungsmittel, welches primär allein verzehrt werden sollte und stets erwärmt. Eine warme Milch hat viele positive Effekte z.B. mit etwas Kardamom am Abend wirkt sie wärmend und beruhigend und sorgt für erholsamen Schlaf.

Kombinierst du die Milch aber mit frischem Obst, können Gärungsprozesse im Körper verursacht werden und dies kann zu Bauchschmerzen und Blähungen führen. Isst du noch Müsli mit frischen Früchten, versuche mal auf deinen Körper zu hören und zu beobachten, wie du dich nach dem Verzehr fühlst.

Ein weiteres Ayurveda „No-Go“ ist der frische Orangensaft mit Milchkaffee auf dem Frühstückstisch. Viele Menschen klagen anschließend über Bauchschmerzen. Hier gilt das Prinzip entweder-oder. Entscheide dich für frischen Saft am Morgen oder einen Milchkaffee.

Eine gute Alternative sind immer pflanzliche Milch- oder Joghurtsorten, wie z.B. Hafermilch oder auch der beliebte Cashew- oder Kokosjoghurt. Hierzu kannst du ohne schlechtes Gewissen Obst kombinieren. Versuche das Obst dazu leicht erwärmt zu verzehren.

7. Gewürze - das A und O der ayurvedischen Ernährung

Zugegeben, in der ayurvedischen Küche werden schwindelerregend viele Gewürze verwendet. Gerade als Ayurveda-Beginner klingt das abschreckend und wenig anwenderfreundlich. Schauen wir aber mal genauer hin, brauchst du gar nicht so viele Gewürze im Schrank, eher wenige aber dafür qualitativ hochwertige Gewürze.

Gewürze haben in der ayurvedischen Medizin immer eine heilende Wirkung. Sie werden gezielt als Medizin eingesetzt, um dein außer Balance geratenes Dosha zu besänftigen. Ist dein Vata z.B. außer Balance geraten, so setzt Ayurveda Gewürze wie Zimt, Kardamom oder Fenchelsamen ein. Diese Gewürze sind Stärkungsmittel und regen die Verdauung an. Mehr dazu findest du außerdem in diesem Artikel über Kräuter und Gewürze für Vata.

Zu der Basic Ayurveda Gewürzapotheke empfehlen wir dir folgende Gewürze: Ingwer, Zimt, Kurkuma, Kardamom, Koriandersamen, Fenchelsamen, Kreuzkümmelsamen und Pfeffer. Damit bist du gut ausgestattet für die meisten Ayurveda Gerichte. Passend zu deiner Dosha-Konstitution kannst du noch 1-2 Gewürze hinzufügen.

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